Leser Meinungen

18.07.2010: "Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin sehr dankbar dass es diese Initiative gibt. Selber habe ich unter Mobbing gelitten und leide heute noch unter den Folgen. Man fühlt sich so hilflos und missverstanden. Ich wurde z.B von einer Mitschülerin ins Gesicht geschlagen, alle sahen zu, Niemand hat mir geholfen, nicht mal die Lehrer haben etwas getan. So saß ich weinend im Unterricht und ich wurde ignoriert! Ja so etwas passiert in diesem Land. Und das ist nur ein Teil dessen was ich erlebt habe. Ich würde Ihre Initiative gerne unterstützen. Wie kann ich helfen?

Mit freundlichen Grüßen "

20.07.2010: "Unhörbares, nur gefühltes Mobbing durch Intolleranz durch Jüngere kann nur durch mangelnde Bildung entstehen. Oder ist das der Leistungsdruck, der schon im Kindergarten mobbende Verhaltensmuster als Mittel zur Durchsetzung kommender Interessen auf schrumpfenden Arbeitsmärkten zuläßt? Einer meiner Söhne übte durch Yugi Oh Psychokinese, mobbt aber hoffentlich nicht. Dagegen hilft nur Parapsychokinese oder eine radikale Rückbesinnung auf Werte."

7. Juli 2010

"Ich wurde gemobbt! Eine ehem. Arbeitskollegin (damals 42 Jahre und ich 34), hat aus Zorn dafür gesorgt, dass ich meinen Ruf, Arbeitsplatz und Ansehen in der regionalen Umgebung verloren habe.
Zornig wurde sie, weil ich eine Beziehung zu ihr beendet habe, nachdem ich erfahren habe das sie einen Freund hat und der zumal auch noch ein Arbeitskollege von mir/uns gewesen ist.
Wir arbeiteten alle im selben Raum. Als ich ihr unmissverständlich klarmachte, dass ich diese Situation nicht länger aushalte und sie nicht mehr wieder sehen wollte, hetzte sie meine Kollegen, ihren Freund und meine Vorgesetzten mit Lügen und Intriegen gegen mich auf.
Nicht nur das, sie zeigte mich privat bei der Polizei wegen angeblichen Stalking an. Mein damaliger Arbeitgeber (Carl Zeiss Oberkochen) hat ihre Geschichte geglaubt und mich unter starken Druck gesetzt. Ich konnte mich in keinster Weise rechtfertigen bzw. zur Sprache kommen. Ich wurde so dermaßen unter Druck gesetzt, das ich schließlich einen Aufhebungsvertrag unterzeichnete.
Heute bin ich arbeitssuchend und wenn ich mich bewerbe bei potentiellen Arbeitgebern, ist mein „Ruf“ mir schon oft vorgeeilt.
Zitat einer Chefin die ich zwischendurch mal hatte als ich ihr erzählte was beim Zeiss geschah: „… ja Herr Bolsinger, es wird über sie geredet. Aber es wird eine ganz andere Geschichte erzählt als diese die sie mir erzählen!“
Ich werde des Nachts immernoch von Alpträumen heimgesucht. Auch habe ich vor fremden Menschen Angst. Wenn ich eine Bewerbung versuche zu schreiben auf eine Stellenangebot… dann les ich mir die Anforderungen durch und beginne an mir zu zweifeln. Obwohl ich den Anforderungen die gestellt werden gewiss gerecht werden kann. Ich habe kein Selbstwertgefühl mehr und fühle mich hohl. Zumal weil ich mich absolut wehrlos gegen diese Anschuldigungen fühle.
Niemand, aber absolut niemand glaubt mir.
Ich weiß nicht wie lange ich diesen Zustand der Wehrlosigkeit, Hilflosigkeit, Leere, Einsamkeit… ich weiß nicht wie lange ich es noch ertragen kann.
Kein Gesetz, kein Arbeitgeber, keine Mitmenschen… einfach niemand glaubt mir.
Und alles nur weil irgend eine verlassene „Frau“ sich zuerst als Opfer präsentiert hat.
Alles nur weil ein Mensch lügt und ich es nicht beweisen kann.
Ich werde für den Rest meines Lebens mit einer falschen Anschuldigung leben müssen… und bin damit allein!
H.B.

15. Juli 2010 at 10:59

Hallo Holger,
Du bist nicht allein, ich kann Dir bei Deinem Problem nicht helfen
aber Fälle wie Deiner gibt es bestimmt öfter als man denkt.
Ich (48) arbeite seit 20 Jahren im öffentlichen Dienst und habe heute folgendes erlebt:
“ In unser Dienststelle arbeiten wir in 2er Teams.
Vor ca 1 jahr bekam ich eine neue Kollegin (29) die ich, wie es sich gehört, eingearbeitet habe.
Schwierig war von Anfang an das die neue Kollegin manchmal ein Problem damit hatte
sich was sagen bzw. von mir erklären zu lassen.
Heute musste ich bei meinen Abteilungsleiter antreten, meine Arbeitskollegin hat sich
über mich beschwert und kann nicht mehr mit mir zusammen arbeiten.
Die Anschuldigungen lauten:
ich kann nicht im Team arbeiten, ich arbeite (schaffe) weniger als sie, ich spreche mich nicht mit ihr ab, sie weiß manchmal nicht wo ich bin und was ich mache, und ich hätte manchmal komische Ansichten im Bezug auf den Arbeitsablauf.
Diese Aussagen wurden mir von meinen Abteilungsleiter vorgetragen.
Ergebnis:
Sie wird umgesetzt, ich der schon seit 20 Jahren treu seinen Dienst verrichtet muss
vorerst alleine arbeiten, und da es ja die 2. Beschwerde* (von der habe ich heute das erste mal gehört) dieser Art ist musste man sich
überlegen, wenn noch mehr Beschwerden kommen, ob ich für die Dienststelle noch tragbar bin.

* Die erste Beschwerde kam von meinen ehemaligen Kolllegen der kurz vor der Rente
wegen Schwarzarbeit während seiner Krankschreibung und falschen Angaben inseiner Arbeitszeitkarte entlassen wurde.
Übrigens: Sie wird dann mit dem Kollegen zusammenarbeiten der mich über Jahre hinweg gemobbt hat.
Dieses Mobbing habe ich damals (vor ca. 3 Jahre) vor versammelter Mannschaft angesprochen und siehe da, ich war nicht der einzige der Probleme mit ihm hatte.
Seit 3 Jahren redet er nicht mehr mit mir, und das ist gut so.
Wegen dieser Mobbinggeschichte + private Sorgen + Scheidung war ich über 3 Monate krank geschrieben (somatoforme Störungen)
Da jetzt diese Anschuldigungen meiner Kollegin im Raum stehen und ich diese aus dem Weg räumen bzw. mich zu rehabilitieren möchte werde ich morgen ein Gespräch fordern mit der Kollegin, der Abteilungsleitung und dem Betriebsrat.
In diesem Gespräch soll die Kollegin die Anschuldigungen von Angesicht zu Angesicht noch einmal wiederholen, es soll vom Betriebsrat dabei ein Protokoll geführt werden, ich werde dabei auch Notizen machen und auf jede Anschuldigung eine Gegendarstellung abgeben.
In diesem Gespräch kann ich nicht auf die Unterstützung des Abteilungsleiters hoffen,
obwohl wir schon seit 20 Jahren zusammen arbeiten und er mich und
meine Arbeitsweise genau kennt.
Dann gibt es noch eine Dienststellenleitung von der ich mir dann Unterstüzung erhoffe. Sollte ich mich in der Dienststellenleitung täuschen dann würde es mir wohl wie dir ergehen, niemand glaubt mir!
Aber ich bin guter Hoffnung, und werde kämpfen, für meinen Arbeitsplatz und meine Gesundheit.
Liebe Grüße
Rainer

14. Oktober 2010

Hallo,
bin gerade beim Recherchieren auf Eure Einträge gestossen und was ich gelesen habe traf mich wie ein Messerstich.
Möchte mal schildern, wie es mir ergangen ist und noch geht:
Ich habe Ende 2009 meinen unbefristeten gut bezahlten Job gekündigt (+ Firmenwagen + Laptop), weil die Firma in Nürnberg war, ich aber aus Hamburg komme. Eine Medizinproduktefirma wollte mich unbedingt haben und die zu dem Zeitpunkt zukünftigen Mobber waren beim Vor- und Einstellungsgespräch dabei und betonten auch den Wunsch mich in ihrer Abteilung haben zu wollen. Ich dachte es ist mein Traumjob und ich wollte dort den Rest meines Arbeitslebens verbringen. Von Anfang an erfuhr ich eine Qualität von Feindseligkeiten und Menschenverachtung wie ich sie noch nicht kannte. Ich redete mir ein, dass es schon werden wird und dass sich alle erstmal aneinder gewöhnen müssen (2 Mitarbeiterinnen, die sich schon lange kennen und ich). Es wurde aber nicht besser.
Zu dem ‘an mir vorbei reden’, mich ignorieren, anschreien, missachten, unkollegiales Verhalten und mir über den Mund fahren kamen dann nach kurzer Zeit Fehleruntersellungen, die ich nicht zu verantworten hatte und Lügen über mich dazu. Meine Fachwissen und meine Kompetenzen wurden ausgehebelt, dabei arbeite ich seit 20 Jahren mit Medizinprodukten in verschiedenen Bereichen. Die Mobbingattacken geschahen vorsätzlich, systematisch und strategisch, jeden Tag in höchst intensiver Form. Ich könnte hier 10 Seiten vollschreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Fehlerunterstellung als Rechtfertigung für Mobbing? NEIN!!! Für Mobbing gibt es niemals eine Rechtfertigung. Es ist ein Verbrechen > Körperverletzung vorsätlich oder fahrlässig u.a. Ich habe ziemlich zeitig angefangen ein Mobbingtagebuch zu schreiben. Ich habe viele Gespräche mit der Geschäftsleitung geführt und mein Mobbingtagebuch vorgelegt. Mir wurde gesagt ich solle es verschwinden lassen, Mobbing gibt es nicht in dieser Firma. Auf meine Frage, wie sie das sonst bezeichnen würden bekam ich keine Antwort. Komisch, denn fünf Mitarbeiter/ innen vor mir sind auch gegangen oder gegangen wurden wegen Mobbing. Mobbing ist eine Straftat und diejenigen die die Mobber schützen machen sich mit strafbar.
Bei mir kamen Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust (nur noch 42 kg) Ohnmachtsanfälle, Panikattacken, mehrere Zusammenbrüche und zum Schluss Magengeschwür, Pankreatitis dazu und dann bin ich krankheitsbedingt ausgefallen und hatte nach 3 Tagen meine Kündigung im Briefkasten. Jetzt bin ich seit Mitte August AU geschrieben. Es geht mir immernoch total besch… Es ist eine beachtliche Leistung jemanden innerhalb von einem dreiviertel Jahr so runter zumobben, dass garnichts mehr geht.
Vielleicht dachten die Chefs das wäre der bequemste Weg. Dabei ist nachgewiesenes Mobbing ein Grund zu fristlosen Kündigung verhaltens- oder personenbedingt. Mobber stören massiv den Betriebsfrieden. Wenn ich gefragt werde, warum ich diese Qälereien nicht von mir aus beendet habe, weil ich mir Anfang des Jahres ein kleines Haus gekauft habe, dass ich abbezahlen muss. Es geht um meine allgemeine Existenz. Deshalb klage ich und habe Strafantrag gestellt. Mein Glück ist, dass ich eine tolle Familie habe, super Freunde und den besten Partner, den ich mir vorstellen kann und mir alle beistehen, sonst hätte mein Leben keinen Sinn mehr.
Euch bitte ich: Haltet durch, unternehmt rechtliche Schritte. Es gibt eine ganze Menge, was man tun kann und lasst Euch nicht zum Opfer machen. Die Täter kennen keine Gnade, sie zerstören.

Liebe Grüsse
Vios

08.11.2010

so ... nun sind 2 jahre vergangen.

ich habe 3 gerichtsprozesse hinter mir.

das jahr von 8.2008 bis 8.2009 habe ich voll bezahlt bekommen, mit allen ü-Std und schichtzulagen! und eine abfindung von 100000 € gekriegt!

ich empfehle jedem Arbeitnehmer egal ob BR oder nicht, schliest eine Arbeitsrechtschuz-Versicherung ab. denn hätte ich auf die IGM gehört, hätte ich 2008, 17000 € von meinem Arbeitgeber genommen und wäre gegangen!

ich wünsche allen arbeitsnehmern eine gute zukunft, und nicht das was mir wiederfuhr.

und sollte es euch doch einmal treffen, dann gebt nicht gleich auf! sondern kämpft um eure rechte!

hartmut b. / 08.11.2010

12.11.2010

Hallo,

durch Zufall bin ich auf Ihre Adresse gestoßen und habe das mit der Nominierung (Anti-Mobbing-Award 2010) gelesen.

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll, Dr. Peter Wickler ehemals Vizepräsident des Thüringer Landesarbeitsgericht und jetzt tätig im Thüringer Innenministerium, hat erst durch Rechtsprechung es möglich gemacht, dass Mobbing Opfer auch Opfer sind und keine “Spinner”.

Wenn es einer verdient hat – dann Herr Dr. Peter Wickler! Dr. Wickler ist nicht nur ein außerordentlicher Kluger Jurist, er ist ein ein sehr liebes-würdiger Mensch – nur mit diesen Begriff kann man es sagen! Ich selbst durfte Ihn Kennenlernen – als ein Mann mit Prinzipien, der Demokratie und Rechtsstaat wirklich lebt, nicht nur mit Lippenbekenntnisse sondern Taten. Es gab in meinen Leben wenige, die ich diesen Attest ausstellen würde.

Nochmal, wenn einer, dann Herrn DR. PETER WICKLER!

Mit freundlichen Gruß

M.S.

13.11.2010

Niemand in diesem Land hat mehr den Preis verdient als Dr. Peter Wickler. Ich würde es sehr begrüßen,wenn der Preis an Dr. Wickler verliehen wird.
„LAG Thüringen, Urteil vom 15. Februar 2001 – AZ: 5 Sa 102/2000
Leitsätze:
1. Der Staat, der Mobbing in seinen Dienststellen und in der Privatwirtschaft zulässt oder nicht ausreichend sanktioniert, kann sein humanitäres Wertesystem nicht glaubwürdig an seine Bürger vermitteln und gibt damit dieses Wertesystem langfristig dem Verfall preis. Entsprechend dem Verfassungsauftrag des Art. 1 Abs. 1 GG muss die Rechtsprechung in Ermangelung einer speziellen gesetzlichen Regelung, in Verantwortung gegenüber dem Bestandsschutz der verfassungsmäßigen Wertordnung und zur Gewährleistung der physischen und psychischen Unversehrtheit der im Arbeitsleben stehenden Bürger gegenüber Mobbing ein klares Stop-Signal setzen.“
Dr. Peter Wickler ist ein Revolutionär
Sedika Weingärtner — 13. November 2010

14. November 2010

Ich bin grundsätzlich immer ein wenig skeptisch, wenn sich erst kurz vor der Verleihung eines Preises die Lobby auf den Weg macht „Druck“ auszuüben. In diesem Fall muss ich jedoch selber eine Ausnahme machen. Was ich so über diesen Herren recherchiert habe, rechtfertigt in jedem Fall die Bepreisung. Angewandtes Arbeitsrecht bringt Mobbing-Opfern wesentlich mehr, als Bücher zu lesen. Es ist konkreter und anfassbarer und brauchbarer um Schuldige vor Gericht zu verurteilen.
Deswegen: Dr. Wickler
Kommentar von Martin Mewes — 14. November 2010

15. November 2010

Den Anti-Mobbing-Award 2010 für Annegret Grothkopp !!
Den diesjährigen Anti-Mobbing Award sollte Annegret Grothkopp verliehen bekommen, find ich, da sie als Mobbing-Beraterin seit vielen Jahren die ‘Arbeitsschutz-Allianz Sachsen’ mit aufgebaut, und durch tatkräftigen Einsatz unzähligen Mobbing-Opfern geholfen hat. Ihre Arbeitsweise im Netzverbund, d.h. im Schulterschluss mit Arbeitsschutzbehörden und Wirtschaftspartnern, ist erfolgreich und zukunftweisend: Im Fall eines Arbeitsplatzkonflikts werden die Netzwerkpartner mit aktiviert und bearbeiten den Konflikt gemeinschaftlich — das hat Vorbildcharakter!
Thomas Peltason
Kommentar von Thomas Peltason — 15. November 2010

16. November 2010

Herr Dr. Wickler ist ein Mensch, der humanistische Werte tatsächlich lebt. Mit seinem Grundsatzurteil und mit seinem Buch hat er optimales Rüstzeug zur Verfügung gestellt, Mobbing juristisch einzuordnen und aufzuarbeiten. Dieses hohe Engagement für den Schutz des von Menschenwürde und Persönlichkeit geprägten Wertesystems, sein Mut, auch die eigene Zunft anzuprangern, weil diese allzu oft die Glaubwürdigkeit und die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaates in Frage gestellt hat und nach wie vor stellt, gibt nicht nur unzähligen Mobbingopfern Hoffnung auf Gerechtigkeit, sondern versetzt den Staat in die Lage, Mobbing wirksam zu bekämpfen, weil Mobber für die von ihnen verursachten, in die Milliarden gehenden volkswirtschaftlichen Schäden haftbar gemacht werden können. Wenn jemand einen solchen Preis verdient hat, dann ist es Herr Dr. Wickler!
Kommentar von Dorothea Liebl — 16. November 2010

22.11.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund der Beraterverträge ist jegliches Bemühen gegen Mobbing völlig ausichtslos!
Tatsache ist doch, dass die Politiker die Chefs der Beamten sind und somit auch die Chefs der Richter... Dises System ist unumstößlich und es ist daher nur eine Pharse über Mobbing zu schreiben oder zu reden! Erkennt man das Bossing unserer deutschen Politik, so erkennt man auch, dass reden oder schreiben über dieses Problem absolut nichts einbringt und das wir letztendlich nur Sklaven des Geldes sind!
Wir sollten realistisch bleiben und aufhören uns anzulügen...
MfG
E. S.

28. November 2010

Der jährliche Schaden wegen Unfairness, Bossing u. Mobbing am Arbeitsplatz wird von den Krankenkassen auf 20 Milliard. EUR geschätzt, eine enorme Summe. Trotzdem drücken sich Politiker und Arbeitsschutzbehörden vor einer wirksamen Abschreckung und Sanktionierung. Schade, es wäre gar nicht so schwierig:

(1.) schon wenn Betriebe zertifiziert werden (zB nach ISO 9000), müssten Vorkehrungen zu Konfliktschlichtung vorgeschrieben werden, verbindlich und strafbewehrt

(2.) Im Moment gibt es für den geschädigten Arbeitnehmer, der innerbetrieblich keine Gerechtigkeit erfährt, keine wirksame außerbetriebliche Anlaufstelle.

Die Arbeitsschutzbehörden ( Gewerbeaufsicht) dürften beim sozialen Arbeitsschutz nicht nur als " Berater " für die Unternehmensführung, sondern müssten als Schutz-Instanz auftreten, wozu sie eigentlich auch gesetzlich verpflichtet wären. In deren Anti-Mobbing-Vorschrift (Internet -Suche mit "LASI LV 34", siehe dort auf S. 8) ist nur butterweich von Hilfestellung für die Unternehmen die Rede, das ist ein Witz. Kein Wunder, dass es so viele Mobbing-Fälle gibt.

(3.) Und für den Fall, dass es zu einem Gerichtsverfahren kommt, könnte auch vieles besser sein: Schon die Langsamkeit und die falsche Sparsamkeit der Arbeitsgerichte sind ein großes Hindernis, vor allem bei komplexen Mobbing-Fällen. Das erfordert einen enormen Nachweis-Aufwand und starke Nerven des Mobbing-Geschädigten.

Die Arbeitsgerichte sollten erheblich mehr Beweise erheben, statt wie meistens alles auf einen Vergleich hinzudrehen.

Unfaires Verhalten müsste wie gesagt viel stärker geahndet werden: dazu gehört eben auch das Sanktionieren von Lügen vor Gericht oder von Serienkündigungen, ein beliebter Sport mancher Arbeitgeber und eine besonders perfide Art, einen Arbeitnehmer, den man loswerden will, zu zermürben.

Wenn aber so etwas von den Gerichten immer wieder ungestraft geduldet wird, unterstützen die Gerichte die Unfairness auch noch.

Ohne Abschreckungsmaßnahmen - da braucht man sich über die vielen traurigen Fällen von Unfairness und Mobbing nicht zu wundern.

stulto


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Letzte Änderung am Dienstag, 15. Mai 2012 um 09:19:28 Uhr.

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