Von Marcus Knill: Psychosozialer Stress und Mobbing kann Mitarbeiter wie auch Vorgesetzte lähmen und Kommunikationsprozess ausschalten. Durch die Forderung nach höheren Leistungen, dem zunehmenden Konkurrenzdenken und der Angst um den eigenen Arbeitsplatz nimmt die Solidarität in Teams ab und destruktive Konfliktmechanismen verbreiten sich vermehrt. Die Auswirkungen von Stress und Mobbing wurde 1999 in der Schweiz bereits auf jährlich 4 Milliarden Franken geschätzt. (Der Schweiz. Kaufmännische Verband errechnete allein für die Schweiz bei den Mobbingkosten insgesamt mit 2 Milliarden Franken pro Jahr). Die Bemühungen der Betriebe, die dem Wohlbefinden der Arbeitnehmer Rechnung tragen, lohnen sich deshalb bestimmt. Dass Entlassungen und Kompetenzschwierigkeiten Anlass zur vermehrten Gewalt am Arbeitsplatz sind, leuchtet ein. Viele Betroffene wagen es übrigens nicht (aus Scham und Loyalitätskonflikten), über die Vorkommnisse zu reden. Viele resignieren, weil man scheinbar nichts machen kann.
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