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Rudolf Hundstorfer

Statement zum Thema Mobbing

Rudolf Hundstorfer, österreichischer Bundesminister für Soziales, Arbeit und Konsumentenschutz (13.03.2013): Der Begriff „Mobbing“ umfasst viele Bereiche und wird unterschiedlich definiert. Allgemein gesprochen handelt es sich bei Mobbing um Psychoterror, um andere Menschen wiederholt und regelmäßig zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen.

Das Verbot von Mobbing innerhalb eines Unternehmens ergibt sich aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.

Als Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz ist das Thema „Mobbing“ für mich ein sehr zentrales, da Mobbing krank machen kann und Menschen aus dem Arbeitsprozess drängt. Es gilt daher nicht nur die dadurch entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten und gesellschaftliche Nachteile, sondern auch die Nachteile, die für jeden Einzelnen sich ergeben, zu verhindern.

Verbote gegen Mobbing genügen alleine nicht.

Es ist wichtig, dass uns Menschen bewusst wird, welche Folgen durch Mobbing ausgelöst werden können und das es Möglichkeiten gibt sich zu wehren und Hilfe zu holen (z.B.: durch betriebliche und überbetriebliche Interessenvertretungen oder ArbeitsmedizinerInnen oder ArbeitspsychologInnen). Es ist auch wichtig gegen Mobbing bereits früher und außerhalb des Arbeitsleben aktiv aufzutreten, so wie es bspw. schon in einigen Schulen passiert.

Es muss daher auch im Interesse aller am Wirtschaftsleben Beteiligten sowie im gesamtgesellschaftlichen Interesse liegen, sich aktiv gegen Mobbing zu engagieren und für die einzelnen Betroffenen Abhilfe zu schaffen.

Engagement gegen Mobbing macht die Gesellschaft gewaltfreier. Damit kann daher gar nicht früh und umfassend genug begonnen werden.

Mit besten Grüßen,

Rudolf Hundstorfer

KABINETT DES BUNDESMINISTERS
FÜR ARBEIT, SOZIALES
UND KONSUMENTENSCHUTZ
Stubenring 1, 1010 Wien

Abbildung: Rudolf Hundstorfer -

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